Herzinsuffizienz und
Niereninsuffizienz

Herzschwäche – eine Gefahr für die Niere

Herzinsuffizienz und Niereninsuffizienz sind eng miteinander verbunden. Das Herz pumpt Blut durch den Körper, und die Nieren filtern Abfallprodukte aus dem Blut. Wenn das Herz nicht effektiv pumpt, wird die Durchblutung der Nieren beeinträchtigt, was zu Nierenproblemen führen kann. Umgekehrt können Nierenprobleme den Flüssigkeitshaushalt und den Blutdruck beeinflussen, was das Herz belastet.

Mit Bauchfelldialyse Lebensqualität verbessern

Die Bauchfelldialyse ist eine effektive Methode zur Behandlung von Niereninsuffizienz, die auch positive Auswirkungen auf die Herzgesundheit haben kann. Durch die regelmäßige Entfernung von überschüssiger Flüssigkeit und Giftstoffen aus dem Körper unterstützt sie den Ausgleich des Flüssigkeitshaushalts und entlastet damit das Herz. Dies kann dazu beitragen, die Symptome der Herzinsuffizienz zu lindern und die Lebensqualität der Patienten zu verbessern.
 

Vorteile der Bauchfelldialyse

Die Bauchfelldialyse bietet mehrere Vorteile für Patienten mit Herzinsuffizienz:

Schonung von Kreislauf und Gefäßen

Da sie kontinuierlich durchgeführt wird, belastet sie das Herz weniger als die Hämodialyse, die auf einer schnelleren Entfernung von Flüssigkeit und Toxinen basiert.

Mehr Flexibilität im Alltag

Patienten können die Bauchfelldialyse zu Hause durchführen, was die Flexibilität erhöht und den Aufwand reduziert, da sie nicht mehrmals wöchentlich ins Dialysezentrum kommen müssen.

Für diese Patienten eignet sich die Therapie

Die Bauchfelldialyse wird insbesondere dann in Betracht gezogen, wenn bei Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz die Verabreichung von wasserabführenden Medikamenten nicht mehr ausreicht, um überschüssige Flüssigkeit aus dem Körper zu entfernen. In solchen Fällen kann die regelmäßige und kontrollierte Entfernung von Flüssigkeit durch die Bauchfelldialyse dazu beitragen, die Belastung des Herzens zu reduzieren und die Symptome der Herzinsuffizienz zu verbessern.

So funktioniert die Bauchfelldialyse

Bei der Bauchfelldialyse übernimmt das Bauchfell die Funktion eines natürlichen, körpereigenen Filters. Die Dialyse erfolgt hier kontinuierlich über 24 Stunden und kann zu Hause vom Patienten manuell durchgeführt werden. Zuvor wird ein dünner, weicher Silikonschlauch, ein Katheter, operativ in den Bauchraum gelegt. Über diesen Zugang wird die Dialyselösung eingeführt, entweder mittels Handbeutel oder einer Pumpe (Cycler). 

Die mit den Abbauprodukten und überflüssigem Körperwasser angereicherte Lösung wird dann anschließend über einen Auslaufbeutel wieder abgelassen. Bei der kontinuierlichen ambulanten Peritonealdialyse (CAPD) leeren Patienten den Beuteln und wechseln die Dialysatlösung 3 bis 4 Mal täglich eigenständig.  Bei Patienten, die mittels nächtlicher automatisierter Peritonealdialyse (APD) über einen Cycler dialysieren, übernimmt das Gerät diese Abläufe. Dies findet in der Regel über 8 Stunden in der Nacht statt. 

Sie haben Fragen zur Bauchfelldialyse? Vereinbaren Sie gerne einen Termin in unserer nephrolgischen Sprechstunde.

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