Diagnostik und Therapie
von Herzinsuffizienz

Herzinsuffizienz erkennen und behandeln

Wenn eine Herzinsuffizienz frühzeitig erkannt wird, kann durch eine zielgerichtete Therapie das Fortschreiten der Erkrankung in den meisten Fällen gebremst und die Lebensqualität erhalten bleiben. Um die Diagnose „Herzinsuffizienz“ stellen zu können, gibt es verschiedene Untersuchungsmethoden.

Sorgfältige Anamnese

Sie werden ausführlich zu Ihrer Krankheitsgeschichte, Risikofaktoren und Ihren Symptomen befragt.

Körperliche Untersuchungen

Es werden Puls- und Blutdruck gemessen sowie Ihre Lunge und Ihr Herz mit dem Stethoskop abgehört.

EKG

Mit dem Elektrokardiogramm lassen sich Herzrhythmusstörungen und Herzerkrankungen aufspüren.

Herzultraschall

Damit kann der Zustand von Herzkammern, Herzwänden, Herzklappen und die Pumpleistung des Herzens bewertet werden.

Blutabnahme

Im Labor lässt sich der Herzinsuffizienz-Biomarker BNP bestimmen. Dabei handelt es sich um ein Hormon, das im Herzen gebildet und freigesetzt wird, wenn der Druck im Herzen steigt. Ein erhöhter Wert kann ein Indiz für eine Herzinsuffizienz sein.

Weiteres

Zur weiteren Abklärungen können zudem eine Computertomographie, Magnetresonanztomographie oder/und eine Herzkatheter-Untersuchung notwendig werden.

Vier Stadien von Herzschwäche

Je nach Symptomatik und Beschwerden wird die Herzschwäche in vier Stadien eingeteilt, den sogenannte NYHA-Stadien (NYHA = New York Heart Association). Nach der Einteilung richtet sich die Behandlung. Es wird zwischen den folgenden Stadien unterschieden.

NYHA-Stadium I

Herzschwäche ohne körperliche Einschränkung.

NYHA-Stadium II

Herzschwäche mit leichter Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit. Beim Treppenlaufen fühlt sich der Betroffene schnell erschöpft und hat Luftnot.

NYHA-Stadium III

Herzschwäche mit höhergradiger Einschränkung: Symptome wie Atemnot oder Herzrhythmusstörungen treten bereits bei geringer alltäglicher Belastung, wie etwa Spazierengehen auf.

NYHA-Stadium IV

Herzschwäche mit Beschwerden bei Belastung und in Ruhe: Betroffene sind meist bettlägerig.

Therapiemöglichkeiten im Überblick

Eine Herzinsuffizienz muss behandelt werden. Nur so lässt sich das Fortschreiten der Krankheit bremsen und die Lebensqualität verbessern. Hierzu wird ihr Arzt mit Ihnen einen auf ihre Bedürfnisse angepassten Therapieplan entwickeln. Eine Therapie kann sich aus mehreren Bausteinen zusammensetzen.

Medikamente
Chirurgische Eingriffe
Anpassung des Lebensstils
Nierenersatztherapie

Sie können dabei helfen, das Herz zu entlasten. Häufig zum Einsatz bei Herzschwäche kommen Betablocker, Blutdrucksenker (ACE-Hemmer) und Entwässerungsmittel (siehe auch Symptome bei Herzschwäche). Wichtig ist eine stetige Überprüfung der Medikation durch ihren Kardiologen bezüglich der korrekten Medikamentendosierungen und neu entwickelten Medikamenten wie z.B SGLT2 Hemmern.

Ein Cardioverter-Defibrillator (ICDs) oder Resynchronisationsgeräte (CRT D/P) werden meist direkt unterhalb des Schlüsselbeins auf den Brustmuskel implantiert. Diese kardialen Devices sorgen dafür, dass die Hauptkammern des Herzens im synchronen Rhythmus schlagen und somit die Pumpleistung des Herzens verbessert wird. Der Defibrillator kann bei einem Herzstillstand durch Kammerflimmern ggf. einen elektrischen Schock abgeben und wieder einen normalen Herzrhythmus herstellen also den plötzlichen Herztod verhindern. Bei fortgeschrittener Herzinsuffizienz kann auch eine Herztransplantation in Betracht gezogen werden.

Dazu zählen unter anderem der Verzicht auf Alkohol und Nikotin, regelmäßige körperliche Bewegung sowie eine gesunde Ernährung.

Wenn entwässernde Medikamente keine Wirkung mehr zeigen, kann eine Nierenersatztherapie notwendig werden. Für Patienten mit kardiorenalem Syndrom (gleichzeitige Herz- und Nierenschwäche) eignet sich die Bauchfelldialyse in besonderem Maße. 

In sicheren Händen: Telemonitoring

Die ze:roPRAXEN bieten ihren Patienten auch eine telemedizinische Betreuung an. Patienten erhalten eigene und leicht bedienbare Messgeräte, mit denen sie täglich Messwerte wie Blutdruck, Gewicht und Herzrhythmus erfassen. Bei relevanten Auffälligkeiten werden Alarme über unser spezialisiertes Telemedizinzentrum an ihren betreuenden Kardiologen senden. Außerdem können die oben beschriebenen kardialen Devices (ICD/CRT) mittels Telemonitoring vom Kardiologen online kontrolliert werden. Im Falle von z.B. technischen Störungen wird der betreuende Kardiologe umgehend informiert. Dadurch kann schnell auf eine Verschlechterung der Erkrankung reagiert werden und Anpassungen an der Therapie vorgenommen werden. Krankenhausaufenthalte werden so reduziert.

Sie haben Fragen zu Diagnostik und Therapie? Vereinbaren Sie gerne einen Termin in unserer kardiologischen Sprechstunde.

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